Multikrise: Kommunikation braucht mehr Schlagkraft

Wenn wirtschaftliche Unsicherheit, politische Spannungen und gesellschaftliche Konflikte gleichzeitig wirken, reicht es nicht, auf jede Entwicklung einzeln zu reagieren. Organisationen müssen Prioritäten setzen, Orientierung geben und handlungsfähig bleiben.

Die Multikrise ist kein einzelnes Ereignis mit klarem Anfang und Ende. Sie entsteht dort, wo verschiedene Belastungen zusammenkommen und sich gegenseitig verstärken. Für Unternehmen und Institutionen wird es dadurch schwieriger, Entwicklungen einzuordnen, Entscheidungen zu erklären und Vertrauen zu erhalten.

Wie gross die Herausforderungen für Kommunikationsteams sind, zeigt die Communications Heatmap 2025 von Quadriga Hochschule und FTI Consulting. In der Befragung von rund 600 Kommunikationsverantwortlichen und Interviews mit 19 Fachleuten in Deutschland nannten 85 Prozent die interne Kommunikation als zentrale Herausforderung. 81 Prozent sehen Mitarbeitende durch Orientierungslosigkeit, Überforderung und Verunsicherung belastet. Zugleich beurteilen viele die veränderte Kommunikationsumwelt und die strategische Planung mit knappen Ressourcen als anspruchsvoll.

Das macht Kommunikation zu einer Führungsaufgabe. Mitarbeitende brauchen verständliche Einordnung: Was ist bekannt? Was verändert sich? Was bedeutet das für unsere Organisation? Wer in unsicheren Phasen gar nicht oder widersprüchlich kommuniziert, überlässt die Deutung anderen. Vertrauen entsteht dagegen durch klare Aussagen, nachvollziehbare Entscheidungen und regelmässigen Dialog.

Auch nach aussen braucht es mehr als schnelle Reaktionen. Organisationen müssen Entwicklungen früh erkennen, Risiken bewerten und ihre Botschaften über interne und externe Kanäle abstimmen. Dafür braucht es belastbare Frühwarnsysteme, klare Zuständigkeiten und eine enge Zusammenarbeit zwischen Kommunikation, Führung, Fachbereichen und Public Affairs.

Genau hier setzt der comm.summit an: Er bringt Perspektiven aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Medien und Gesellschaft zusammen. Denn wirksame Kommunikation in der Multikrise entsteht nicht im eigenen Organisationssilo. Sie braucht den Austausch über Branchen und Disziplinen hinweg – und den Mut, neue Antworten zu entwickeln.

Der comm.summit bietet Raum, diese Fragen gemeinsam weiterzudenken: Wie schaffen Organisationen Orientierung, wenn vieles gleichzeitig in Bewegung ist? Und wie bleibt Kommunikation auch unter Druck glaubwürdig und handlungsfähig?

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